CORONA: Welche Gewerbeimmobilien verlieren und welche gewinnen?

Nicht alle Arten von Gwerbeimmobilien sind gleich betroffen. Aktuell gilt es unterschiedliche Arten und Lagen differenziert zu bewerten.

Veröffentlicht von am 25.03.2020 in Alte Beiträe

In den letzten ein bis zwei Wochen hat das Coronavirus unser Leben total auf den Kopf gestellt. Wir haben Ausgangsbeschränkungen, alle Cafés und Handelsgeschäfte sind geschlossen. Wir sehen Betriebe die nicht mehr arbeiten dürfen. Wir haben dadurch schon massenhaft Kurzarbeitsregelungen. Wir erleben trotzdem eine massiv steigende Arbeitslosigkeit. Es sind staatliche Hilfspakete angekündigte. Es kommt zu einer massiven Vermehrung der Geldmenge durch Anleihenkäufe der EZB. Und das Ganze wird sich auch dramatisch auf die Märkte für Gewerbeimmobilien auswirken.  Dazu darf ich euch heute schon einige, absehbare Entwicklungen ankündigen.

CORONA: Auswirkungen auf Gewerbeimmobilien?

Das Video

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Aktuelle Situation

Wie ist jetzt die aktuelle Situation? Momentan ist es schwierig Gewerbeimmobilien zu besichtigen. Aktuell beobachte ich, dass niemand wirklich bereit ist, einen längerfristigen Mietvertrag zu unterzeichnen. Und das trifft natürlich viele meiner Kunden, die Gewerbeimmobilien vermieten, extrem hart. Es ist so: Geschäfte und Handelsunternehmen, Cafés und Restaurants können aktuell keine Umsätze machen. Das werden diese natürlich dramatisch spüren und es wird – trotz Hilfspaketen – Konkurse geben.

Wir haben das schon gesehen: Die bereits angeschlagene Kette Vapiano ist in Konkurs. Maredo sei laut neuesten Meldungen jetzt auch zahlungsunfähig. Und so werden neben diesen großen auch viele kleinere Unternehmen folgen. Wenn diese ihre Miete nicht mehr bezahlen können, spüren das die Vermieter ganz massiv. Dazu kommt, dass in der aktuellen Situation neu Vermietungen fast undenkbar sind. Bei innerstädtischen Immobilien und Handelsimmobilien wird es also so sein, dass auch die Vermieter schauen müssen wie sie ihre Kredite in Zukunft bezahlen können.

Ein interessantes Detail am Rande: In Deutschland wurde jetzt festgelegt, dass durch diese außergewöhnliche Situation Mieten gestundet werden können. Sie fallen also nicht komplett aus, aber die Mieter können später zahlen, wenn sie durch Corona betroffen sind. Das wiederum werden vor allem Vermieter mit hohen Fremdfinanzierungen berücksichtigen müssen. Wir empfehlen rechtzeitig darauf zu reagieren und ggf. das Gespräch mit der Bank zu suchen.

Innerstädtische Immobililen

Wie wird sich das Ganze auf innerstädtische Gewerbeimmobilien aus? Zum einen gibt es hier Cafés und Restaurants. Diese sind jetzt geschlossen. Sobald die Ausgangsbeschränkungen gelockert bzw. aufgehoben sind, werden diese relativ schnell wieder besucht werden und zumindest geringe Umsätze machen können.

Bei den Handelsimmobilien sehe ich generell einen Trend dahingehend, dass diese schon länger durch den Onlinehandel unter Druck gestanden sind. Jetzt kommen diese großen Ausfälle durch Corona dazu. Hier bin ich schon der Meinung, dass es einige geben wird, die nach dieser Krise nicht mehr öffnen werden. Das bedeutet, die innerstädtischen Handelsimmobilien werden sicher weiter unter Druck geraten. Die Preise werden hier mittel- und langfristig auch fallen. Diese Entwicklung wird stärker ausfallen, je länger diese Krise und die Ausgangsbeschränkungen andauern.

Objekte in den Gewerbegebieten

Daneben gibt es natürlich auch noch Hallen für Produktion, Lager und Logistik in den Gewerbegebieten. Hier sehe ich momentan noch keinen großen Druck. Das kann sich zukünftig ändern. Aber derzeit wird noch produziert, die Unternehmen liefern auch aus. Je länger die Beschränkungen natürlich dauern, desto schwieriger wird es auch in diesem Bereich.

In dieser Situation stark im Vorteil sind natürlich Logistikimmobilien und Unternehmen, die jetzt aus der Entfernung liefern können.

Ausblick

Wie geht es jetzt und in die nächsten Wochen weiter? Nun, Immobilien werden auch weiterhin zu den harten Assets zählen und sollten in jedem Anlegerportfolio in irgendeiner Art abgebildet sein. Das wird sich auch durch die Corona Krise nicht so schnell ändern. Im Gegenteil; die EZB erhöht jetzt massiv die Geldmenge, um die Staatsdefizite zu finanzieren. Das bedeutet, wir erleben mittel- und langfristig eine deutlich stärkere Inflation als in den letzten Jahren. Und da sind Immobilien weiterhin entscheidend, weil sie inflationsgeschützte, harte Assets darstellen. Für die Teilklasse der Handelsflächen in den Städten sehe ich auch mittel- und langfristig Verwerfungen. Hier werden die Preise weiterhin unter Druck kommen und Korrekturen sind sicherlich unausweichlich.

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