Δ

CORONA: Wie wirkt sich der Crash auf Immobilien in Österreich aus?

Aktuelle Situation in Österreich

Die Corona-Krise hat uns voll erfasst. Heute ist der 24 März 2020. Wir haben seit gut einer Woche einen „Shutdown“. Das wirtschaftliche Leben ist ziemlich zum Erliegen gekommen und das wird natürlich mittel und langfristig auch extreme Auswirkungen auf Immobilienmärkte haben. Soweit man das Ganze heute schon einschätzen kann, darf ich euch dazu die aktuellen News liefern.

CORNA: Auswirkungen auf Wohnimmobilien

In diesem Video geht es um die Auswirkungen auf den Markt für Mietwohnungen bzw. Anlageobjekte, sowie auf den Markt für Eigentumswohnungen. Und wir schauen uns auch an, was das Ganze für Bauträger bedeutet.

Das Video


Durch das Laden des Videos werden personenbezogene Daten, insbesondere Ihre IP-Adresse an YouTube übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung von Google. Details finden Sie auch in unserer Datenschutzerklärung.

Welche Auswirkungen hat CORONA auf Wohnungsinvestments?

Zum Markt für Anlegerwohnungen: Aktuell ist es also so: Wir haben vielfach Kurzarbeit. Unternehmen haben geschlossen und es gibt auch einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Aber wir erleben noch keine große Massenarbeitslosigkeit. Gerade die Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung – Stichwort Kurzarbeit – schwächen das Ganze momentan ab.

Warum ist das so wichtig? Hintergrund ist ganz klar der: Wenn wirklich viele Menschen ihre Jobs verlieren, heißt das natürlich auch, dass sie unter Umständen Probleme haben, ihre Miete zu bezahlen. Bei Kurzarbeit behalten die Menschen 80 bis 90% ihres Gehalts. Das sollte also reichen, um die Miete zu bezahlen. Schwieriger wird es, wenn die Menschen wirklich in Arbeitslosigkeit gehen müssten; wenn sie gekündigt werden. Das Arbeitslosengeld macht nur rund 60% des letzten Einkommens aus. Damit kann sich das Ganze also auch auf Vermieter mittelfristig sehr stark auswirken.

Problematisch ist das vor Allem dann, wenn Vermieter Wohnungen mit viel Fremdkapital gekauft haben – also den Leverage-Effekt stark ausgenutzt haben. Das heißt, sie haben natürlich einen viel höheren Hebel, eine bessere Eigenkapitalrendite und sie können mehr Wohnungen kaufen. Bekanntlich startet man mit Immobilien mit einem großen Vermögen, wie es Alex Fischer so gerne sagt. Aber natürlich ist das in Krisenzeiten, wenn Ausfälle zu beklagen sind auch ein großer Nachteil.

Vermieter mit hohen Krediten werden eher Schwierigkeiten haben, wenn Mieten nicht mehr pünktlich kommen. In diesem Fall empfehle ich euch bitte frühzeitig mit eurer Bank Kontakt aufzunehmen. Banken können nicht allen Vermietern Kredite fällig stellen, nur weil diese die eine oder andere Monatsrate nicht bezahlen können. Hier die Empfehlung den Kontakt zur Bank zu suchen und Stundungen von Kreditzahlungen vereinbaren, falls es notwendig ist.

Banken werden oft auch zufrieden sein, wenn sie für eine gewisse Zeit nur die Zinsen, aber keine Rückzahlungen erhalten.  Das ist für sie besser, als die Kreditsicherheit – die Immobilie – abwarten zu müssen. Falls Banken in der jetzigen Situation massenhaft Immobilien abwarten würden, bedeutet das für sie auch, dass ihr eigenes Eigenkapital aufgefressen wird. Sie würden damit auch die Sicherheiten der Kredite verlieren.

Conclusio

Für eine umfassende Einschätzung der Entwicklung am gesamten Wohnimmobilienmarkt ist es sicherlich noch deutlich zu früh. Der Shutdown dauert erst gut eine Woche. Die Auswirkungen werden aber langfristig zu spüren sein.

Derzeit sieht die Situation wie folgt aus: Nach meiner persönlichen Einschätzung ist die Rallye der Preise für Wohnimmobilien momentan definitiv gestoppt. Kurzfristig sind also keine weiteren Preissteigerungen zu erwarten. Es sind aber auch noch keine massenhaften Verkäufe zu günstigeren Preisen absehbar. Aktuell kann aufgrund der Ausgangssperren sowieso niemand viel machen. Sogar die Notare haben oft geschlossen. Daher trocknet der Markt aktuell eher aus. Es fließt also kein Geld in den Markt und kurzfristig bleiben die Angebotspreise am Papier so stehen wie sie sind. In der Realität wird aber einfach wenig verkauft werden.

Wie sieht es mittel und langfristig aus? Nach meiner persönlichen Einschätzung ist es absehbar, dass die Immobilienpreise zukünftig fallen werden. Das liegt einfach daran, dass es durch längerfristige Verwerfungen auch immer mehr und mehr Menschen geben wird, auch Bauträger die Kredite für Ihre Objekte nicht mehr bedienen können. Und irgendwann kommen diese Objekte dann auf den Markt. Ich denke es ist uns allen klar, bei Notverkäufen oder Versteigerungen fallen in einem Marktumfeld, wie wir es derzeit haben, die Preise definitiv niedriger aus. Durch sicher striktere Kreditvergaben einerseits sowie die große Unsicherheit andererseits, ist der Kreis potentieller Käufer derzeit sicher viel kleiner als noch vor einigen Monaten.

Damit hoffe ich euch bereits einen guten, ersten Einblick geben zu können. Natürlich werden weitere Videos folgen, damit ihr auf weiterhin am Laufenden seid. Bitte beachtet: Die Dinge ändern sich aktuell täglich. Und diese Informationen können schon bald überholt sein!

▪ ▪ ▪ Wie Sie uns

erreichen ▪ ▪ ▪

Besuchen Sie uns im NOVA PARK ARZL!

Sie erreichen uns am Besten über den Kalkofenweg. Direkt vor dem Haus ist ein Besucherparkplatz.

Finden Sie uns auf Google Maps!

ATH Immobilien e.U. | Kalkofenweg 24 | 6020 Innsbruck-Arzl

ATH Immobilien am Kalkofenweg in Innsbruck