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Gewerbegrund Tirol: Wie hoch sind die Grundst├╝ckspreise 2022

Wir haben alle Verk├Ąufe von Gewerbegrundst├╝cken des Vorjahres analysiert. Hier finden Sie die komplette, kostenlose ├ťbersicht der Grundst├╝ckspreise f├╝r Gewerbegrundst├╝cke und Betriebsansiedelungen in Tirol.

Ver├Âffentlicht von am 4. M├Ąrz 2022 in Immobilienmarkt

Die Verk├Ąufe von Gewerbegrundst├╝cken sind 2021 auf mehr als 200.000 m┬▓ angestiegen

Auch mit Jahresbeginn 2022 hat das Team von ATH Immobilien wieder den Tiroler Markt f├╝r Gewerbegrundst├╝cke durchleuchtet. Damit m├Âchten wir Ihnen einen detaillierten ├ťberblick ├╝ber die Grundst├╝ckspreise f├╝r Betriebe geben.

In unserer Analyse haben wir das gesamte Jahr 2021 untersucht. In Summe konnten 46 Verk├Ąufe von unbebauten Gewerbegrundst├╝cken erfasst werden, die unseren Kriterien entsprochen haben. Gegen├╝ber 2020 ist das zwar ein Anstiegt um rund 20 Prozent, denn im Vorjahr wurden nur 38 Verk├Ąufe verzeichnet. Trotzdem w├Ąre der Bedarf der Unternehmen noch deutlich gr├Â├čer.

Auch die Gesamtfl├Ąche ist angestiegen, was sehr erfreulich ist. So sind 2020 noch insgesamt rund 157.000 m┬▓ ver├Ąu├čert worden. Im Jahr 2021 wurde eine Zunahme auf rund 202.000 m┬▓ verzeichnet. Das ist immerhin ein Anstieg der Gesamtfl├Ąche um rund 28 Prozent.

Der Gesamtwert der 2021 verkauften Gewerbegrundst├╝cke f├╝r Betriebe in Tirol hat sich auf 33,9 Mio. Euro summiert. Im Vergleich zum Vorjahr (rund 27,5 Mio. Euro) entspricht auch das einer sp├╝rbaren Steigerung.

Was wurde erhoben

Als Basis f├╝r die Auswertung haben wir alle Verk├Ąufe von Gewerbegrundst├╝cken ab rund 1.000 m┬▓ des letzten Jahres 2021 erfasst. Es liegen also tats├Ąchliche Verkaufspreise zugrunde, so wie Sie im Grundbuch verb├╝chert wurden. F├╝r die Verl├Ąsslichkeit der Ergebnisse ist das besonders wichtig. Reine Angebotspreise (wie man sie zum Beispiel auf Internetportalen oft findet) stellen hingegen keine verl├Ąssliche Datenquelle dar. Gerade bei Betriebsliegenschaften sind Verhandlungen ├╝ber den Grundst├╝ckspreis n├Ąmlich v├Âllig normal.

Aufgrund der wenigen Transaktionen kann man nur begrenzt von einem ÔÇ×typischenÔÇť Betriebsstandort sprechen. Trotzdem wagen wir es: Die betrachteten Liegenschaften sind meistens als Gewerbe- und Industriegebiet gewidmet. Teils gibt es auch eingeschr├Ąnkte Widmungen f├╝r bestimmte Betriebstypen. Und die Grundst├╝cksfl├Ąche liegt durchschnittlich bei ca. 2.363 m┬▓, was den Median der Erhebung darstellt.

Stark schwankende Preise

Die Preise f├╝r Grundst├╝cke schwanken weiterhin sehr stark. Die g├╝nstigste, erfasste Transaktion betrifft den Verkauf einer Sonderfl├Ąche Asphaltwerk im Bezirk Imst, wobei der Preis hier bei nur knapp ├╝ber 11 Euro pro m┬▓ lag. Und auch die Ver├Ąu├čerung durch eine Agrargemeinschaft um verh├Ąltnism├Ą├čig g├╝nstige 45 Euro pro m┬▓ sticht ins Auge.

Den h├Âchsten Wert haben wir 2021 in der Stadt Innsbruck mit 1.104 Euro pro m┬▓ verzeichnet. Aber auch im Bezirk Innsbruck-Land ist ein Spitzenpreis von bereits 800 Euro pro m┬▓ erreicht worden.

Interessant ist auch die tirolweite Betrachtung des durchschnittlichen Grundst├╝ckspreises. Hat dieser 2020 im Schnitt noch 135 Euro pro m┬▓ betragen, so ist er 2021 auf einen Wert von 222 Euro pro m┬▓ angestiegen.

Was sagt ein durchschnittlicher Grundst├╝ckspreis aus?

Bei den erfassten Transaktionen sind zumeist Privatpersonen sowie Unternehmen im Privatbesitz involviert gewesen. Teilweise treten aber auch ├Âffentlich K├Ârperschaften als Verk├Ąufer auf. Das k├Ânnen entweder Gemeinden oder insbesondere auch der Tiroler Bodenfonds sein. 2021 wurden 11 Liegenschaften von solchen Einrichtungen ver├Ąu├čert.

Bei der Ermittlung der Durchschnittspreise sind auch diese Verk├Ąufe von ├Âffentlichen K├Ârperschaften eingeflossen, um ein m├Âglichst umfassendes Bild wiederzugeben. Es zeigt sich allerdings, dass die Verkaufspreise in solchen F├Ąllen meist deutlich g├╝nstiger sind als bei privaten Verk├Ąufern. Das dr├╝ckt nat├╝rlich den durchschnittlichen Grundst├╝ckspreis deutlich.

Preis├╝bersicht nach Bezirken

Innsbruck Stadt

In Innsbruck f├Ąllt besonders auf, dass im gesamten Jahr 2021 lediglich zwei Gewerbegrundst├╝cke verkauft wurden. Und eines davon hat die Stadt Innsbruck selbst erworben. Das best├Ątigt, was viele Unternehmen gerade in der Landeshauptstadt t├Ąglich sp├╝ren, n├Ąmlich dass defacto keine Gewerbegrundst├╝cke verf├╝gbar sind.

Innsbruck-Land

Bezirk Innsbruck-Land ├╝berarbeitet am 7.4.2022

Insgesamt konnten im Bezirk Innsbruck-Land 2021 Verk├Ąufe von Gewerbegrundst├╝cken von rund 11.800 m┬▓ ausgehoben werden. Der Grundst├╝ckspreis lag hier im Schnitt bei 301 Euro pro m┬▓.

Der Spitzenpreis von 800 Euro pro m┬▓ ist im Raum Hall-West bzw. Thaur erzielt worden. Dem vernehmen nach liegen aber im Jahr 2022 auch hier die Preise bereits bei rund 1.000 Euro pro m┬▓.

Die meisten Neuansiedelungen von Betrieben sind 2021 im Gewerbegeiet ÔÇ×Zirler WiesenÔÇť erfolgt. Die Kaufpreise bewegen sich hier im Bereich von 240 bis 350 Euro pro m┬▓. Die Preise am unteren Ende der Spanne sind dabei von der Gemeinde Zirl gemacht worden, allerdings nur zu Gunsten von Unternehmen mit entsprechend hohem Potential an Kommunalsteuer.

Wie auch schon im letzten Jahr sind die Kaufpreise abseits des Inntals teilweise deutlich niedriger. Au├čerdem schwanken diese hier sehr stark: 2021 hat es mehrere Verk├Ąufe im ├ľstlichen Mittelgebirge, Wipptal und Stubaital gegeben. Dabei lagen die Preise zwischen ungew├Âhnlich g├╝nstigen 45 Euro pro m┬▓ und stolzen 300 Euro pro m┬▓.

Schwaz

Der Raum Schwaz im Tiroler Unterland ist schon seit langem ein Zentrum f├╝r Industrie und Gro├čbetriebe. Diese sind es auch, die den Markt f├╝r Gewerbegrundst├╝cke ma├čgeblich bestimmen. Im Jahr 2021 sind knapp 27.000 m┬▓ Gewerbegrund verkauft worden, wobei dies allesamt im Inntal situiert waren.

Letztes Jahr haben wir noch angek├╝ndigt, dass sich die Preise in Richtung von 300 Euro pro m┬▓ bewegen. Und mittlerweile hat es tats├Ąchlich bereits eine gr├Â├čere Transaktion zu einem Preis von 320 Euro pro m┬▓ gegeben.

Der durchschnittliche Grundst├╝ckspreis liegt im Bezirk Schwaz mit 199 Euro pro m┬▓ zwar deutlich niedriger. Ausschlaggebend daf├╝r sind aber mehrere Verk├Ąufe durch den Tiroler Bodenfonds bzw. eine weitere Institution zu verh├Ąltnism├Ą├čig niedrigen Preisen.

Kufstein

Im Vorjahr konnten wir nur zwei Transaktionen im Bezirk Kufstein erfassen. 2021 hat es dann allerdings gleich sechs gr├Â├čere Verk├Ąufe gegeben. Insgesamt reden wir hier von mehr als 28.000 m┬▓. Besonders ins Auge sticht die starke Entwicklung des Gewerbegebietes in Niederndorf. In den letzten 10 Jahren sind hier gleich mehrere Vorzeigebetriebe entstanden, die f├╝r ein starkes Wachstum in der Region sorgen.

Der erzielte Spitzenpreis im Bezirk Kufstein ist zuletzt von 225 auf sogar 395 Euro pro m┬▓ angestiegen. Damit hat auch der durchschnittliche Grundpreis leicht auf 231 Euro pro m┬▓ angezogen.

Kitzb├╝hel

Auch 2021 konnten im Bezirk Kitzb├╝hel wieder nur wenige Grundst├╝cksverk├Ąufe erfasst werden. Diese sind weit abseits der Gamsstadt, in St. Johann, Kirchdorf und K├Âssen gelegen. Liegenschaften f├╝r Hotels und Touristische Projekte haben wir nat├╝rlich nicht ber├╝cksichtigt.

Insgesamt sind im Bezirk 2021 sogar rund 57.000 m┬▓ verkauft worden. Allerdings findet sich darunter eine sehr gro├če Bevorratung durch den Tiroler Bodenfonds.

Der mittlere Quadratmeterpreis f├╝r Gewerbegrundst├╝cke im Bezirk Kitzb├╝hel liegt damit bei lediglich 217 Euro pro m┬▓, wobei der besagte Ankauf durch den Tiroler Bodenfonds d├Ąmpfend wirkt.

Imst

Im Bezirk Imst konnten sechs Transaktionen mit insgesamt rund 23.800 m┬▓ erhoben werden. Der Grundst├╝ckspreis ist im Schnitt von zuvor 75 auf nun 103 Euro pro m┬▓ angestiegen, was immerhin 38 Prozent sind. Damit ist unsere Prognose aus dem letzten Jahr, dass die Preise im Bezirk Imst schnell steigen werden, jetzt schon Realit├Ąt geworden.

Landeck

Im Vorjahr haben wir von einem ├╝berraschend hohen Durchschnittspreis von sogar 186 Euro pro m┬▓ berichten k├Ânnen. Ausschlaggebend waren damals wenige Einzelverk├Ąufe in der Stadt Landeck. Wie zu erwarten war, hat das aber nicht das typische Preisniveau im Bezirk widergespiegelt.

2021 sind nur mehr zwei Verk├Ąufe erfasst worden, zu 70 sowie 81 Euro pro m┬▓. Damit d├╝rfte der orts├╝bliche Quadratmeterpreis viel mehr in diesem Bereich angesiedelt sein. Bei nur zwei Verk├Ąufen mit insgesamt weniger als 2.300 m┬▓ Grundst├╝cksfl├Ąche k├Ânnen aber keine verl├Ąsslichen Angaben gemacht werden.

Aktuelle Top-Immobilien

Reutte

Auch im Au├čerfern sind wieder einige Grundst├╝cksverk├Ąufe f├╝r Betriebe zu verzeichnen gewesen. Insgesamt wurden Transaktionen ├╝ber rund 34.900 m┬▓ verzeichnet. Das entspricht ziemlich genau dem Wert des Vorjahres.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis ist auch im Bezirk Reutte deutlich angestiegen. Lag dieser im Vorjahr noch bei rund 94 Euro pro m┬▓, so ist er 2021 auf rund 135 Euro pro m┬▓ bzw. rund 43 Prozent angestiegen.

Lienz

Im Bezirk Lienz sind Anzahl und Gesamtfl├Ąche von verkauften Gewerbegrundst├╝cken stark zur├╝ck gegangen. 2020 waren es noch 7 Transaktionen mit mehr als 22.000 m┬▓. Im Folgejahr sind dagegen nur mehr zwei Verk├Ąufe mit rund 13.700 m┬▓ verzeichnet worden.

Der mittlere Grundst├╝ckspreis ist dabei sogar zur├╝ck gegangen, n├Ąmlich von 103 auf rund 83 Euro pro m┬▓. Bei nur zwei Verk├Ąufen hat diese Zahl aber nur eine sehr begrenzte Aussagekraft.

Hinweise zu dieser Analyse

Der Artikel wurde am 7.4.2022 ├╝berarbeitet, da im Bezirk Innsbruck-Land noch relevante Daten nachtr├Ąglich erhoben werden konnten.

Mit der Marktanalyse m├Âchten wir den Tiroler Unternehmern und unseren Kunden eine klare Hilfestellung bei Kauf und Verkauf von gewerblichen Grundst├╝cken und Immobilien geben.

In die Analyse eingeflossen sind Verk├Ąufe von unbebauten Gewerbegrundst├╝cken f├╝r Betriebsansiedelungen, die im Jahr 2021 verb├╝chert wurden. Betrachtet haben wir dabei vor allem Grundst├╝cke mit einer Fl├Ąche ab 1.000 m┬▓, die ├╝ber die Widmung ÔÇ×Gewerbe- und IndustriegebietÔÇť verf├╝gen. Auch Mischgebiete mit beschr├Ąnkter Wohnnutzung sind enthalten. Verk├Ąufe von Tourismusgebieten oder Sonderfl├Ąchen wurden hingegen nicht ber├╝cksichtigt. Ebenfalls ausgeschieden haben wir Verk├Ąufe von bebauten Fl├Ąchen, da es kaum m├Âglich ist, den Geb├Ąudeanteil seri├Âs herauszurechnen.

Mehrere Transaktionen sind innerhalb von eigenen Unternehmen und innerhalb von Familien erfolgt. Bei auff├Ąlligen Quadratmeterpreisen wurden solche Verk├Ąufe von uns ausgeschieden und nicht weiter betrachtet.

Insgesamt hat es im Jahr 2021 nur wenige Transaktionen von Gewerbegrundst├╝cken in Tirol gegeben. In Summe haben wir nur 46 Transaktionen n├Ąher ausgewertet. Insgesamt l├Ąsst die geringe Anzahl der Verk├Ąufe keine exakte Beurteilung zu, die wissenschaftlichen oder statistischen Kriterien standhalten w├╝rde. Es handelt sich somit um eine kostenlose, aber unverbindliche Information ohne Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit und Richtigkeit. Eine l├╝ckenlose Erfassung wurde zwar angestrebt, kann aber nicht garantiert werden.

Das in diesem Artikel gew├Ąhlte generische Maskulinum bezieht sich zugleich auf die m├Ąnnliche und die weibliche Geschlechteridentit├Ąt. Zur besseren Lesbarkeit wird auf die Verwendung m├Ąnnlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Alle Geschlechteridentit├Ąten werden aber ausdr├╝cklich mitgemeint, soweit die Aussagen dies erfordern.

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